Covid-19 – Entwicklungshelfer?!?


Ich habe es mir bisher verkniffen, etwas zum Thema Corona zu schreiben. Das Thema ist sehr kontrovers, überstrapaziert und die Sichtweisen verschieden. Mir ist jedoch am Wochenende etwas begegnet, das mich sehr nachdenklich stimmte und mir eine unruhige Nacht bescherte. Aus diesem Grund habe ich entschieden, jetzt wo wieder wie wild mit Fallzahlen umher geschmissen wird, mich doch dazu zu äußern, in der Hoffnung zu verstehen, anzuregen, gemeinsam Wege zu finden…

Ich nahm an einer Yogaeinheit im Rahmen einer Yogalehrerabschlussprüfung teil. Bereits beim Eintreten bemerkte ich an dem kurzen “Hallo“ und schnell folgendem “Maske aufsetzen und erst auf der Matte abnehmen“, dass Covid-19 hier sehr ernst genommen wird. Als ich dann auf meiner Matte saß, bemerkte ich ein unangenehmes, kühles Ziehen in meiner Nierengegend. Zu meiner Linken standen alle Fenster offen und zu meiner Rechten die Eingangstüre. Auf meine Bitte hin die Türe zu schließen (ich ging fest davon aus, dass dies einfach nur vergessen wurde), bekam ich ein kurzes und knappes “Nein“ als Antwort. Ich erlaubte mir nachzufragen, da sich mir der Sinn warum wir bei voll aufgedrehter Heizung und herbstlichen 8 ° Außentemperatur im Gegenzug stehend eine körperlich anstrengende Yogapraxis abhalten sollten, noch nicht erschloss. Ich hatte zwar von Hotyoga bei Saunatemperatur und anderen kreativen Auswüchsen der Yogaszene gehört, bezweifelte aber, dass es sich hier um einen neuen verrückten Yogastil handel. Die Antwort folgte ebenso kurz & knapp “Corona?!?!“ Hörte ich da einen genervten Unterton?! Hätte ich das wissen müssen? Aber ich hatte doch von Oma so oft gehört, dass man krank wird, wenn 2 Fenster geöffnet sind und es zieht. Jetzt will man mir also erklären, dass wir einem Grippevirus vorbeugen, indem wir im Durchzug stehend schweißtreibendes Vinyasa Flow Yoga praktizieren?!?! In meinem Kopf machte es Error. Wut stieg auf. Mein Rebellinnenherz klopfte.“Nein tu es nicht, halte dich zurück, füge dich, tu es für deine Freundin deren Herz gerade mindestens genauso stark schlägt, weil sie jetzt ihre Prüfungsstunde abhalten darf. Tiiiiiief ein und auuuuus atmen. Kontrolliere deine Gedanken!“

Es war eine schöne, fordernde und erfolgreiche Yogastunde, erst danach setzen meine Gedanken wieder ein. Fragen über Fragen, Sorge bezüglich der menschlichen Spezies, der in meinen Augen eigentlichen Gefahr vor der es sich zu schützen gilt: Angst. Kollektive Angst. Den Verstand vernebelnde Angst.  Wie können wir uns vor dieser Angst schützen? Wie können wir klar, wach und bei Verstand bleiben, statt blind irgendwelchen Anweisungen Folge zu leisten? Wie können wir ohne leichtsinnig zu sein, einen Weg finden, der uns entspannt und sinnhaft mit der aktuellen Situation umgehen lässt?

Nutzen wir doch eine bewährte Strategie die uns scheinbar angeboren ist. Zumindest beobachte ich sie immer wieder bei Kindern… die Dinge zunächst gründlich hinterfragen, von allen Seiten betrachten und prüfen! Kinder sind von Natur aus neugierig. Mit unermüdlichem Forscherdrang erkunden sie die Welt, probieren aus, löchern ihre Eltern mit Fragen (Warum ist die Banane krumm, das Gras grün, der Himmel blau???)… zumindest solange sie frei von erwachsener Angst und Konditionierung aufwachsen dürfen. Kinder haben einen inneren Drang die Gesetze der Natur selbst zu erfahren, zu be-greifen & zu integrieren. Sie wollen sich ein eigenes Bild von der Welt machen, ihre eigene Wahrheit darin finden.

Worauf ich hinaus möchte. Wir alle sind mehr der weniger stark konditionierte Kinder. Wir neigen mehr oder weniger stark dazu blind zu glauben was uns eine Autorität sagt. Man hat sich einiges einfallen lassen, um uns den Kindsgeist auszutreiben. Aus gutem Grund. Wir können ihn jedoch wieder aktivieren und bestenfalls mit gesundem Menschenverstand paaren! Dies ist meiner Meinung nach mehr denn je gefragt in dieser ver-rückten Zeit. Was können/wollen wir glauben? Ist das was uns die Mainstream-Medien glaubend machen wollen wirklich wahr? Oder gibt es noch andere Sichtweisen, Perspektiven?

Als Wildnispädagogin begegnen mir immer wieder Menschen (aller Altersgruppen), die Angst vor den Dingen der Natur haben. Angst vor Zecken, Angst vor wilden Tieren, Angst vor Tollwut. Oft resultieren diese Ängste aus Unwissenheit und werden von Generation zu Generation blind überliefert. So zum Beispiel auch das Märchen von der ach so giftigen Vogelbeere. Als Kind wird einem meist unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass man rote Beeren nicht isst, da sie pauschal giftig seien. Die wenigsten hinterfragen dies, geben es sogar mit absoluter Überzeugung an die nächste Generation weiter. Was schade ist im Falle Vogelbeere, die sogar mehr Vitamin C enthält wie eine Zitrone und gekocht unglaublich köstlich schmeckt. Die Tollwut gibt es übrigens seit 2006 in Deutschland nicht mehr! Und ich bin ein lebendes Beispiel dafür, dass man an einem Zeckenbiss nicht stirbt und das sogar ohne Antibiotika-Einnahme.

Zurück zu Covid-19… ich wage die These, dass Covid-19 vielleicht viel weniger ein gefährliches Virus, als ein Wachküsser ist. Eine Aufforderung unser Leben, unser System zu hinterfragen, eigene Wahrheiten zu finden, gemeinsam und miteinander statt gegeneinander Wege zu finden der Krise zu begegnen, die Welt zu verwandeln.
Was wäre, wenn Covid 19 “nur“ ein Spiegel ist? Ein sehr deutlicher, unbequemer, Angst einflößender Spiegel unserer selbst? Was wenn das eigentliche Virus weder Covid-19, Corona, noch die daraus resultierende Angst, sondern wir selbst, der Mensch ist?!? Es beherrscht uns, unseren Alltag, die Wirtschaft, die ganze Welt. Ein kleines unscheinbares Virus erdreistet es sich, sich dem Menschen entgegen zu stellen, um zu tun was der Mensch sich als Privileg erkämpft hatte  – die Welt, die Natur zu regieren, zu beherrschen, Krone der Schöpfung zu sein. Was wenn die eigentliche Krise nicht Corona und ihre gesellschaftlichen, wirtschaftlichen Konsequenzen sind, sondern die Lage in die wir Menschen uns, die Erde, durch unseren Größenwahn, durch die Zerstörung unserer Existenz, unserer Heimat, unserer Natur gebracht haben…? Wie bzw. in was würde sich die Welt wohl verwandeln, wenn wir wieder glauben würden, dass auch wir Menschen nur ein kleiner, unscheinbarer Teil eines großen Ganzen sind, eines perfekten Organismus in dem jede Spezies ihren Platz und Sinn hat? …so auch ein Virus… kannst du seinen Sinn erahnen? Woran glaubst du? Ist es eine Frage von glauben? Von wissen? Von hoffen? Von träumen?

Was wäre, wenn Covid-19 gar nicht so sehr, das zerstörende, böse Virus ist, sondern sich am Ende als die Rettung unserer Erde erweist, weil wir anders nicht erwachen würden, weil es erst weh tun muss, bevor wir beginnen WIRKLICH etwas zu verändern…

Seid behütet und bleibt wachen Verstandes, offenen Herzens!

“Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.” (André Gide)

Eure Franziska

Zu guter Letzt hier noch ein paar interessante und aufklärende, wissenschaftlich fundierte und belegte Informationen zum Thema: