Aktuelles aus der Wandelzeit


Ahey ihr Lieben,

alles grünt und sprießt, der Himmel ist seit Wochen blau, die Sonne schenkt uns Wärme und Kraft, die Vögel singen vergnügt, die Bienen summen, die Kirschplantage hüllte sich in prachtvolles Weiß und jetzt reifen langsam die Früchte heran, nun endlich auch der ersehnte Regen… alles scheint wie immer. Die Natur ist (wieder)erwacht und folgt ihrem natürlichen Rhythmus. Und wir? Seit Wochen scheint nichts mehr wie es war. Unser gewohnter Lebensrhythmus ist zum Erliegen gekommen oder hat sich zumindest stark verändert.

Jede und jeder ist an seinen eigenen Platz zurückgeholt worden, ist für sich, mit seinen nächsten Menschen. Das äußere Leben ist zurückgefahren, es gibt ein kollektives Innehalten, eine Atempause, die wie ich finde sehr nötig war. Zeit, sich selbst zu begegnen, sich zu besinnen, Fragen zu stellen, nach innen zu lauschen, sich durchschütteln zu lassen, die gewohnten Rollen fallen zu lassen und im Wesentlichen anzukommen.

Auch wir mussten all unsere Kurse und Angebote absagen. Von heute auf morgen war alles auf 0 runter gefahren. Ich habe mich zurück gezogen, um bewusst und wach zu lauschen, was diese äußere Veränderung mit mir macht, was sie mit uns als Familie, als Gemeinschaft, als Gesellschaft macht. Das Außen ist für mich schon immer ein wertvoller Spiegel meiner Innenwelt. Mit Neugier habe ich angefangen zu forschen und mir immer wieder folgende und ähnliche Fragen gestellt…

Was bleibt? Was ist Wesentlich? Wer bin ich ohne meine gewohnten Rollen und Aktivitäten? Was trägt mich, gibt mir Halt in dieser unruhigen Zeit? Was gilt es loszulassen, was dient meinem Leben nicht mehr? Was darf sich wandeln? Was erfüllt mein Herz mit Freude? Wofür stehe ich, welche Werte sind mir wichtig in meinem Leben? Lebe ich das Leben, das mir entspricht? Lebe ich schon meine wahre Bestimmung? Was möchte ich der Welt zurück geben? Welchen Beitrag kann ich zu einem achtsamen, verbundenen Miteinander leisten?

Ich erlebte Phasen der tiefen Dankbarkeit, Demut & Ehrfurcht, genoss die Ruhe, den Frühling, bin erfüllt von Liebe, Zuversicht und Lebensfreude. Zwischenzeitlich ploppten auch Momente der unerträglichen Unruhe, Orientierungslosigkeit bis Sinnlosigkeit auf. Da ist das starke Bedürfnis etwas zu tun, Menschen zu begegnen, gemeinsam etwas zu bewegen. Und die Frage wann und wie es weitergeht, wie lange das Geld noch reicht, …?

Vor allem die Natur ist mir in dieser unruhigen Wandelzeit ein wichtiger Ort, um Kraft zu tanken und Antworten auf meine Fragen zu erhalten. In allen Kulturen und zu allen Zeiten sind die Menschen, vor allem in Übergangszeiten, wie wir sie gerade erleben, in die Natur gegangen, um Antworten auf ihre Fragen, Visionen und neue Perspektiven zu finden. Als Teil der Natur sind wir mit allen Wesen verbunden, die äußere Natur wird zum Spiegel unserer inneren Natur. In den Begegnungen mit Pflanzen, Bäumen, Tieren, Steinen, und den Elementen finden wir eine wichtige Medizin.

Nun da die Kontaktbeschränkungen langsam gelockert werden und ich auch in mir eine neue Weite und Klarheit verspüre nach außen zu treten und sichtbar zu werden, möchte ich euch Anteil haben lassen… an dem was mich persönlich bewegt und an dem was ich gern mit euch gemeinsam in den kommenden Wochen und Monaten bewegen möchte.

Schaut also gern immer mal wieder hier vorbei…

Bleibt wach und positiv!

Lichtvoll-verbundene Herzensgrüße

Franziska

Möge sich unser Verhältnis zur Natur, zu uns selbst und unseren Mitmenschen durch diese Krise nachhaltig wandeln. Mögen wir alle in ein neues nachhaltiges Miteinander finden.

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